Demokratiereform

Wie können wir einen Euro-Islam erwarten, eine Aufklärung und Reformation dort, wenn wir nicht zuvor ein überzeugenderes Modell der Demokratie erarbeiten?

biotelie

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10 Gedanken zu „Demokratiereform

  1. Frage 1: Wer erwartet denn einen Euroislam? Den kann es nicht geben. Gemäß Kultur, die keiner will regelt der Islam soziale Beziehungen, Lebensstile und Denkformen nach Maßgabe eines Diktats aus dem siebten Jahrhundert. Jede Form von Kritik, Pluralismus und Selbstreflexion wird auf das Strengste verboten und jede Zuwiderhandlung drakonisch bestraft. Das ist eine Kultur, die nur deshalb vom Rechtsstaat nicht als totalitäre Ideologie verfolgt wird, weil sie unter dem Adelstitel der „Religion“ auftritt. Als Dreh- und Angelpunkt aller Differenzen zwischen dem Islam und den säkular-pluralistischen Gesellschaften Europas zeichnet sich eine in ihrer Brisanz immer noch unterschätzte und welthistorisch einmalige Konfliktsituation ab: die Koinzidenz zwischen dem in jeder Hinsicht revolutionären Aufbruch der Frauen in selbstbestimmte und gleichberechtigte Daseinsentwürfe (samt Neuordnung der Geschlechterrollenverteilung) und einem religiös inthronisierten Patriarchat, das an Rückständigkeit und archaischer Gewalt seinesgleichen sucht.
    Frage 2: Sollen wir Demokratie nicht besser vergessen? (Gleiche Quelle) Wenn selbst der bisherige Trend einer Verdopplung der islamischen Bevölkerung alle fünfzehn Jahre (in Großbritannien und den Niederlanden alle zehn Jahre) sich abzuschwächen beginnt, hält der weitaus bedenklichere eines ständig steigenden Anteils an Islamisten gerade in der dritten Generation an. Wenn auch nur jeder zehnte Moslem (laut Bundesinnenministerium) sich zur Einführung der Scharia bekennt – und de facto dies innerhalb seiner Familie längst praktiziert –, dann stellt sich die Frage nach einer drohenden Islamisierung Europas mittelfristig auch ohne Spekulationen auf ein demographisches Take-over.
    Frage 3: Welches überzeugende Modell von Demokratie ließe sich erarbeiten, bei dem die politische und ethische Legitimität islamischer Lebensformen in Europa überhaupt zur Diskussion gestellt werden kann?

    • @Wildergeert: Kann man auf eine Frage mit 3 Fragen antworten? Du kannst es, sie sind ja rhetorisch. Dein mitgeliefertes Bedrohungsscenario modifiziert dann auch die Ausgangsfrage.
      Meine Antwort: Wenn wir uns nicht an die eigene Nase fassen und demokratisch handeln, vielleicht auch was die Kultur angeht, christlich denken, wie können wir das von Muslimen erwarten?
      Wenn wir der kulturellen Änderung außer einem hedonistischem Verhalten nichts entgegenzusetzen haben, sollten wir uns nicht wundern, wenn Islamisten aus ihrer Sicht den Saustall ausmisten.
      Meine Änderung der Ausgangsfrage: Wie eine Kultur zum Erarbeiten eines überzeugenden Demokratriemodells schaffen?

  2. Wir sind noch nicht so weit, daß als Religion nur eine Gemeinschaft anerkannt wird, die ihren Mitgliedern die freiwillige Zugehörigkeit und jederzeit wieder den Austritt gewährt. Religionsfreiheit in einem demokratischen Staat müßte als eine Privatsache der Einzelnen definiert und mit der Verpflichtung verbunden sein, die Ausübung anderer Religionen durch andere zu tolieren.
    Mit Biotelie wird das Ziel in Teilschritten angegangen. Um die säkulare Demokratie zu einem überlegenen globalen Modell zu entwickeln, müssen ihr vernünftige Zielsetzungen und Methoden vorangestellt und einverleibt werden. Das biotele Hauptziel der „dynamischen Stablität“ ist so quasi von der Brundtland-Komission mit dem Ziel der „nachhaltigen Entwicklung“ bereits vorgegeben und zumindet von den westlichen Staaten anerkannt worden. Es handelt sich aber um unglückliche Formulierung, welche die Funktion und nicht die Substanz in den Mittelpunkt stellt. Soweit muß und soll jedoch auch der verweltlichte Staat den Religionen entgegenkommen, daß die grundsätzliche Doktrin des Staates mit einem Gottesbegriff verträglich bleibt. Für den kritischen Agnostiker, der letzte Wahrheiten offen lassen will, ist dynamische Stabilität als der Lebenserhaltung auf allen Stufen beinhaltendes Vernunftsziel ebenso zustimmungsfähig wie für einen Religionsanhänger. „Nachhaltige Entwicklung“, die nach der Brundtland-Komission dasselbe Ziel benennen wollte, hat einen Trend eben zur Funktionalierung auch für andere Zwecke als demjenigen der Lebenserhaltung. „Dynamische Stabilität“ als Idee im weitesten Sinne umfaßt das Lebensprinzip und verträgt sich mit einem Gottesbegriff der Macht des Lebens oder auch des Schöpfers als „Herr des Lebens“, der dann aber eine subjektive Auffassung ist.
    Die zwölf biotelen Aspekte als Teilziele und Teilmethoden werden zwar aus der abendländischen Philosophie und Naturrechtslehre abgeleitet, sie finden sich aber auch in den anderen Regionen der Welt und können gemeinsame Wertüberzeugungen und Bewältigungstechniken für alle Völker und Nationen liefern. (Die Richtigkeit dieser These gilt es zu untersuchen!) Auch bei einer PLURALITÄT (als Vielfalt) von Weltanschauungen und Nationen als gegliederte Gemeinwesen, in denen eine Demokrtie allein praktiziert werden kann, könnte eine parteienunabhängige und zeitlich in ihren Funktionsabläufen nicht unterbrochende Instanz für Langzeitpolitik — von einem US-Besatzungsoffizier nh 1945 bereits als Kontrollkörperbüros bezeichnet — Gewähr für eine weltstaatliche Zusammenarbeit in Aussicht stellen.
    Die vom Westen, vom Abendland in Kommissionsarbeit in die Welt gesetzte Menschenrechtsgesetzgebung hat sich mit einem (bisher) unerfüllbaren Anspruch auf Erhaltung eines jeden menschlichen Lebens selbst eine Falle gestellt. Völlig hilflos steht das christliche Abendland, das sich im Sozialismus säkularisiert hat, mit seiner übertriebenen und in dieser Übertreibung verlogenen Gleichheitsdoktrin und seinem mit der Freiheit verwechselten Hedonismus dem Ansturm oder doch Einsickern des Islam gegenüber, dessen anwachsende Massen sich in Besheidenheit der angebotenen Entwicklungschancen bedienen. Sozialistische Verteilungsgerechtigkeit hat cih längst als verlogene Phrase enttarnt, denn Gerechtigkeit basiert vor allem auf GEGENSEITIGKEIT, d. h. Wechselseitigkeit. Gegen diesen zentralen biotelen, d. h. lebenstragenden Aspekt hat sich unsere Parteienpolitik versündigt. Noch leben unsere selbsternannten „Eliten“ großzügig mit ihrer links-liberalen Doktin auf Kosten der Arbeitenden, aber der Wohlstand brökelt und das Volk schwindet (Thilo Sarrazin). Kommt nun wirklich ein besseres?

  3. Was ist aber eigentlich damit gewonnen, wenn „nachhaltige Entwicklung“ zu „dynamische Stabilität“ umbenannt wird? Politik und Wirtschaftt würden, sobald sie überhaupt gezwungen werden, diese Umbenennung erst zu nehmen, eben statt von „nachhaltigem Wachstum“ von „dynamischem Wachstum“ reden und statt von „nachhaltiger Mobilität“ (für die Autoindustrie) von „dynamischer Mobilität“; Rücksicht auf die Natur würde sich darin nicht ausdrücken.

  4. @ wildergeert: Sie haben teilweise recht, nur würde mit dieser Umbennung keine neue Strategie bezeichnet werden.“Dynamisch“ würde hier beträchtlich nach „gesteigert“ klingen und damit nach Geschäft riechen. In der Eigenschaft „dynamisch“ wäre die Entwicklung bereits enthalten ohne das hineingemogelte Stabilitätselement der Nachhaltigkeit, mit der man das eigentliche Ziel der Lebenserhaltung umschiffen will. Wie wäre es denn mit einer „stabilen Poliitik“ oder einem „stabilen Wachstum“? Dieses Glatteis würden sie sicherlich vermeiden; es würde als „(rechts-konservativ“ verteufelt werden und als „reaktionär“. Jedermann weiß schließlich, daß auf dieser Welt alles in Bewegung und in Veränderung begriffen ist.
    „Dynamische Stabilität“ sollte immer im Zusammenhang mit BIOTELIE stehen und Eigenschaften und Voraussetzungen des Lebens bezeichnen.
    „Substanz“ ausgedrückt als „Stabilität“ sollte dabei niemals mit „Materie“ verwechselt werden, die ja aus dem Kreislauf von Energien besteht; „Stabilität“ steht der „entelechie“ des Aristoteles näher, welche Platons Kopie der Wirklichkeit im Reich der „Ideen“ vermeidet.
    Aber daß „Platon ist tot“, wie mir Felix Ekardt mir schrieb, ist Selbsttäuschung und Selbstbetrug; sei es auch, daß Ideen nur in menschlichen Köpfen existieren! Die Verankerung von „Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit“ im Grundgesetz http://www.karin-kortmann.de/downloads/aktuellerbegriff/Nachhaltigkeit_u_1227172356.pdf wäre ein Papiertiger und Hirngespinst, solange die Voraussetzungen dafür nicht in einem unbhängigen biotelen Gutachtenprozess erarbeitet werden. Eine zahlenmäßig explodierende Menschheit mit wachsenden Konsumansprüchen läßt selbst solche Rücksichten auf die kommenden Generationen nicht zu, die früher häufig selbstverständlich waren. Die Politiker aber stellen sich weiterhin in den Dienst des Wachstums und der Vermehrung derer, die zumindet wegen ihres umfangreichen Nachwuchses ohne angemessene Beteiligung am modernen Wirtschaftsgeschehen auf ständige Hilfe angewiesen sind. Verteilungsgerechtigkeit und Gleichmacherei dürften unseren Wohlstand in absehbarer Zeit zum Einsturz bringen. Es muß wieder mehr GEGENSEITIGKEIT (Wechselseitigkeit im Geben und Nehmen) durchgesetzt werden; dieses Gleichgewicht hat den Siegeszug des Marktes herbeigeführt.

  5. Was aber, wenn ganze Völker noch nicht zur angesessenen Gegenleistung fähig sind? Die islamischen Staaten und Russland haben das Glück über Rohstoffe zu verfügen und ihre Bevölkerung über deren Verkauf an die hochtechnisierten Industriestaaten etwa Europas versorgen zu können. Wie geht es aber mit denen weiter, deren Rohstofflager erschöpft sind? Man kann doch von aus Anatolien eingewanderten Türken nicht erwarten, daß sie so ohne weiteres in den hochspezialisierten und komplizierten Geflechten der modernen Industrie sich zurecht finden!
    Auch viele Alteingesessene, Deutsche haben heute Mühe noch Arbeit zu finden, wenn sie etwa weniger begabt und schulbar sind.

  6. @wildergerrt: Der biotele Aspekt der GEGENSEITGKEIT zwischenmenschlicher Beziehungen ist nur einer von zwölf Aspekten der dynamischen Stabilität.
    Der biotele Aspekt des AUSGLEICHS zielt auf eine Darlehensvergabe an möglichst viele Menschen und auch Staaten ab, soweit diese Empfänger unter sorgfältiger unabhängig-wissenschaftlicher Kontrolle dadurch in die Lage versetzt werden ihre Leistungsfähigkeit so weit zu steigern, daß sie am Markt in allen seinen durch Bedürfnisse geöffneten Bereichen bestehen können. Diese Zusammenhänge und Aufgaben wurden von unseren Politkern bisher grobfahrlässig vernachlässigt. Der ausufernde Wohlfahrtsstaat hat da sehr viel Anreiz für Leistungsbereitschaft versanden lassen gerade auch hinsichtlich der Integration von Ausländern, die als Einwanderer für die Dauer kamen.
    („Migranten“, d. h. Wanderer sind sie ja eben nicht, auch wenn es derzeitige politische-korekte Sprachregelung uns so vorgeben will, sondern „Immigranten“, die von diesem Land, das von den Deutshen ja offensichtlich aufgegeben wird (vgl. Thilo Sarrazin), Besitz ergreifen wollen.)
    Durch enge Zusammenarbeit der 68er Politiker mit den Medien wurden solche Zusammenhänge jahrzehntelang unter Täuschung der Öffentlichkeit unter den Teppich gekehrt. Der linksliberale Kurs der Politik, die verderbenbringende Synthese zwischen Sozialismus und Libertinität, richtet sich unter Vorgabe einer moralischen Politik gegen fast sämtliche überkommenen auch sittlichen Werte und gegen jegliche vernünftige Ordnung überhaupt. Eine an überfüllten Universitäten unter Umformung des Ausbildungsverhältnisses der Studierenden zu einem Lebensberuf in nicht unbeträchtlicher Zahl schmarotzend und zu Schmarotzern hrangezüchtete Politik- und Sozialwissenschaft verkehrt die Demokratie in eine sozialistische Sektenherrschaft zu Lasten des Volkes, insbesondere des Mittelstandes.

  7. Biotelie also doch eine rechtsradikale Veranstaltung? Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Aufleben des Ständedenkens, Unterstützung der Macht der Reichen, des globalen Kapitalismus scheinen ja Ihre Anliegen zu sein.

  8. @ wildergeert: Die Gegenposition zu BIOTELIE ist allerdings der Sozialismus gerade in seiner „liberalen“, in Wirklichkeit libertinen Form, d. h. Freiheit als beliebige Willkür verstanden. Wie ist anders der organisierte Massenprotest gegen den Bahnhofsneubau in Stuttgart zu verstehen, der in ordentlichem langfährigem Gesetzgebungsverfahren vorbereitet worden war? Warum die Gegendemonstrationen erst jetzt zu Baubeginn? Warum der teilweise recht gewaltsame Massenprotest gegen die Kastor-Transporte nach Gorleben auf den Knochen der Polizisten und auf Rechnung des Steuerzahlers? Produziert nicht Frankreich in 58 Kernkraftwerken 85 Prozent seines Strombedarfs? Sind französische Kernkraftwerdke denn sicherer als deutsche? Kann sich Deutschland leisten beträchtliche Investitionen nutzlos in den Wind zu schlagen?
    Sollten die Preisvergleichskalkulationen zum Atomausstieg nicht besser von vertrauenswürdig unabhängigen Wissenschaftlern in biotelem Gutachtenverfahren angestellt werden?
    Ohne Großkapital ist moderne Industrie nicht aufrechtzuerhalten und damit auch nicht der Lebensunterhalt für die heutigen Menschenmassen.
    Die Verhinderung von Trusts und Machtkartellen muß Aufgabe der Staaten sein; besser früher als später eines biotelen Weltstaates mittels des Instruments einer unabhängigen biotelen Gesetzgebung erarbeitet von unabhängigen Fachleuten unter der Abstimmungskontrolle aller betroffenen Bürger.
    Gewalt ist nicht schöner, wenn sie von links kommt als von rechts. Der biotele Aspekt der HYPARCHIE (Minimierung von Gewalt, Zwang und Bedrohung) sollte gegenüber allen gelten. Mit der Heuchelei und Verlogenheit einer „Gewaltlosigkeit“ geht mir besser vom Leibe, Ihr linken Friedensfreunde! Natürlich zeigt Ihr wenig Begeisterung, wenn es an die Abspeckung „Dienstleistungsgesellschaft“ gehen soll, vor allem auf der akademischen Ebene und bei den ausufernden „Sozialwissenschaften“. Die müssen auf den Prüfstand, um die fetten Pfründen abzubauen die zu Lasten der wirklich Arbeitenden gehen. Der Staatsaufwand muß zurückgefahren, die Freiheit der Einzelnen in vielen Bereichen wiederhergestellt werden. Das hören viele nicht gern: es ist ja so schön, über die Gelder anderer zu verfügen!

  9. Warum wurden denn die Linken mit der Forderung nach „direkter Demokratie“ so auffälllig ruhig? Könnte es sein, daß sie wissen, daß das Volk, das sie noch nicht völlig zum Aussterben bringen konnten, konservative, „rechte“ Positionen beziehen könnte, wenigstens dort, wo es nicht um Massendemonstationen und Klamauk geht. Von konservativer Seite kommen Erinnerungen an die guten Erfahrungen der Schweizer mit direkt-demokratischen Entscheidungen. Aber die Schweiz ist kleinräumig und regional überschaubar, man ist dort weit konservativer als in Deutschland, und es gibt dort die einflußreiche Schweizer Volkspartei, also eine legitimierte Rechte.
    Und doch könnte auch die Demokratie in der Schweiz von einem biotelen Gutachtenverfahren zur direkten Gesetzesvorbereitung profitieren;
    der Einzelne hätte damit auch ein Vorschlagsrecht zugunsten des Gemeinwohles, die Ausschließlichkeit demokratisher Politik unter Gruppeninteressen würde aufgelockert.

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