Glossar

Beginn einer Sammlung von Stichwörtern mit kurzer Erläuterung zum Begriff und weiterführenden Links. Mitarbeit über die Kommentarfunktion hier drunter ist erwünscht.

Unter Mitarbeit von Dr. W. Wagner und Wiedergabe von im Internet gefundenen Informationen, z.B. aus der Wikipedia.  Start 20.9.2010, letzter Stand 9.10.2010


A

B

Biotelie
In unserer Parteiendemokratie geht es nicht um die grundsätzlichen Probleme gemeinsamer Wertanschauungen, das Wohl der Gesellschaft und Nachhaltigkeit sowie Erhalt einer lebenswerten Welt in naher und ferner Zukunft.
Hier greift das unter www.biotelie.de vorgestellte Konzept einer biotelen Begutachtung an. Das biotele Modell zielt auf eine Demokratiereform ab, in der eine unabhängige Wissenschaft sich der Fragen des Gemeinwohles auf allen Ebenen annimmt und im Falle der hochwahrscheinlich ermittelten Einzelproblemlösung über diese in direktdemokratischer Abstimmung unter den direkt Betroffenen entscheiden läßt.

Die Zielsetzung Gemeinwohl, die in der heutigen Parteienpolitik leider nur eine untergeordnete Rolle spielt, wird unter der Bezeichnung „dynamische Stabilität“ in der Sache gleichgerichtet mit der „nachhaltigen Entwicklung“ der Brundtland-Kommision übernommen.  (Aus W. Wagner: Demokratiereform mit BIOTELIE, Blogbeitrag hier vom 8.10.2010)

Übersicht der in der Biotolie verwendeten Begriffe. Hier

C

D

Demokratiemodelle:
1. Demokratiemodell des Grundgesetzes (mehr)
2. Dein Modell von dir mitgeteilt im Kommentar…(na los!)

Demokratiereform
1. Demokratiereform mit Biotelie, von W.Wagner (mehr)

E

Euroislam
Ein Abschied im Islam von der Scharia und dem Djihad für die in Europa lebenden Muslime und damit deren Anerkennung der Trennung von Religion und Staat.  Der Begriff wurde von Bassam Tibi eingeführt. (Quelle: Wikipedia Euroislam.)

Der Euroislam wäre das Ergebnis eines Heimischwerdens des Islam in Europa, der ansonsten fremd bleibt und den Muslimen die Integration erschwert. Hierzu gehört nicht nur die Aufgabe von Scharia und Dschihad sondern auch der Abschied von einer Vision einer Islamisierung durch Dawa und Hedschra (Migration).  Ein Euroislam steht in Einklang mit den Grundinhalten der kulturellen Moderne  (Demokratie, Menschenrechte, Zivilgesellschaft, Pluralismus). Er wendet sich an Muslime, die auf Dauer in Europa leben, sowie Länder wie die Türkei, die zu Europa gehören wollen. Der Euroislam hat nichts mit einer Verweltlichung des Islam zu tun. Die Identität der Zuwanderer wird berücksichtigt, doch mit der Erwartung einer Anpassung ohne Selbstaufgabe. Damit wird eine kulturelle Synthese angestrebt. (Quelle: Bassam Tibi, „Keine Selbstaufgabe durch totale Anpassung an den Westen“.)
Siehe auch „Grundgesetz und Islam“ weiter unten)

F

G

Grundgesetz und Islam
Professor Dr. Karl Doehring, Jurist und früher Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg stellt in einem Gastbeitrag in der FAZ „Niemand kann zwei Herren dienen“ anhand der Frage, was islamischer Religionsunterricht vermitteln soll, dar, dass das Grundgesetz und der Islam in schroffem Gegensatz zueinander stehen.
Auszug: Eine Religionslehre, die eine Abkehr von dem Respekt vor der Menschenwürde werbend empfiehlt, bedeutet gleichzeitig die Verletzung der Treue zur Verfassung, und gemäß Artikel 18 des Grundgesetzes ist das Recht zur Lehre verwirkt. Viele Vorschriften des Korans und der Scharia sind mit den Werten des Grundgesetzes nicht vereinbar. Es sei nur an Regeln des Familienrechts erinnert, an das grundsätzliche Verständnis von dem Verhältnis der Geschlechter zueinander, an die Strafempfehlungen der Scharia oder an die Konsequenzen für den Abfall vom islamischen Glauben.

Doch es mag genügen, die Menschenwürde näher zu betrachten. Sie wird nach dem Geist des Grundgesetzes völlig anders aufgefasst wie nach demjenigen des Islams. Nach dem Grundgesetz ergibt sich ihr Inhalt, auch wenn er abstrakt schwer fassbar ist, doch weitgehend aus den einzelnen Wertvorstellungen, die das Grundgesetz betont, etwa aus dem Gedanken und dem Charakter des Persönlichkeitsschutzes, der Eigentumsordnung, des Toleranzgebots, des Gleichheitssatzes oder der Religionsfreiheit, um nur wesentliche Werte zu nennen. Auf allen diesen Gebieten stehen Islam und Grundgesetz zueinander im schroffen Gegensatz. Immer wieder betont der Islam beziehungsweise seine Vertreter, dass die islamische Menschenwürde dann voll erfüllt sei, wenn der Muslim sein Leben in voller Übereinstimmung mit Koran und Scharia einrichte, wie das schon sehr klar 1981 auf einer Konferenz in Kairo bei Behandlung der Menschenrechte im Islam erklärt würde.
Durch die untrennbare Verknüpfung von Religion und weltlicher Verfassung sei der Islam niemals mit dem Grundgesetz vereinbar:
Nahezu alle Verfassungen, deren Staatsvolk mehrheitlich dem Islam angehört, enthalten den sogenannten Scharia-Vorbehalt, das heißt, es wird festgestellt, dass die Quelle allen und also auch des weltlichen Rechts der Koran und die Scharia sind. Hier zeigt sich deutlich und unmissverständlich, dass der Islam seine Religion und seine weltliche Verfassung als untrennbar betrachtet. Es können also die Vorstellungen von Menschenwürde gemäß dem Grundgesetz und diejenigen des Islams nicht identisch sein. Ein Imam, der die Menschenwürde des Islams lehrt, kommt notwendig in einen Widerspruch zu unserer Verfassung.
Der bekannte Arabist und Islamwissenschaftler Tilman Nagel schrieb 2001: “Um eine solche Übereinstimmung [mit dem Grundgesetz] herbeizuführen, müssten wesentliche Partien des Korans und der Prophetenüberlieferung für nicht mehr gültig erklärt werden; insbesondere den zahlreichen Koranstellen und Prophetenworten, die zur Gewaltanwendung gegen Andersgläubige auffordern (etwa Sure 9, Vers 5 und 29) und den absoluten Geltungsanspruch des Islam verfechten, sowie den ebenfalls zahlreichen Belegen für die inferiore Stellung der Frau wäre ohne Wenn und Aber die ewige Geltung abzusprechen.”
Quelle: „Kann es einen säkularisierten Islam geben?“ in Reinhard C. Meier-Walser/Rainer Glagow Hrsg., Die islamische Herausforderung – eine kritische Bestandsaufnahme von Konfliktpotenzialen

H-Z

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Ein Gedanke zu „Glossar

  1. Kommentar zu Grundgesetz und Islam
    Tatsächlich besteht diese Unverträglichkeit des Koran mit unserem Grundgesetz und unseren Vorstellungen von Menschenwürde. Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus, die unsere leisetretenden Politker und Meinungsmacher vertreten, ist sachlich haltlos. Die Doppelstrategie der friedlichen Landnahme über Geburtenüberschuss und terroristische Einschüchterung entspricht dem Koran und ist hoch wirksam. Solange der Islam weiter im Vormarsch ist, werden die Imame nicht zu einem Umdenken bereit sein. Erst eine entschiedene Strategie, welche die Rückständigkeit und Schwäche des Islam enthüllt und ihn wieder zum Schwinden brächte, könnte einen Umdenkungsprozess einleiten. Denn Mohammed war Kaufmann und sieht immer auf den Erfolg. Ausbleibende Erfolge erst könnten Anlass sein darüber nachzudenken, warum Allah seine Gnade von den Gläubigen zurückzieht.
    Es wäre doch darüber nachzudenken — und manche islamische Denker haben bereits damit begonnen — auch die Gnade der Vernunft als göttlich anzusehen und als Quelle des Glaubens anzunehmen neben der Schriftoffenbarung und vielleicht eben auch über sie hinaus. Gott und Allah könnten vielleicht doch aus Gegensätzen zu dem einen Herrn des Lebens zusammengefasst werden, dessen lebendige Prinzipien — die biotelen Aspekte — uns Menschen offenbart wurden, allen Menschen.
    Aber dafür müssen wir uns wieder unserer überkommenen Sittlichkeit erinnern, müssen von unserer Dekadenz und Genusssucht ablassen, müssen bereit sein, unsere Erkenntnisse in den Dienst des Lebens zu stellen, deren Überlegenheit zur Meisterung von Problemen unter Beweis zu stellen und unsere eigene Kultur verteidigen.

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