Auch im System …

Auch im System der Biotelie ist Vollbeschäftigung vorgesehen; insbesondere der Aspekt der GEGENSEITIGKEIT (Wechselseitigkeit) menschlicher Beziehungen erfordert dies; denn dies ist die eigentliche Grundlage der Gerechtigkeit.
Aber im Zuge derm Automatisierung wird Erwerbsarbeit, die produktiv-industrielle voran, immer seltener, so dass man zu einer Arbeitszeitverkürzung kommen muss. Betrachtet man dafür die verschiedenen Möglichkeiten, so spricht fast alles für eine Verkürzung der Lebensarbeitszeit, wie sich in der Praxis ja häufig schon abzeichnet. Für unersetzbar Qualifizierte, wie große Künstler oder Wissenschaften müsste es Ausnahmen geben. Unter den derzeitigen Bedingungen würde sich aber der Umfang der Schwarzarbeit noch weiter erhöhen, da viele mit so viel Freizeit nichts Besseres anzufangen wissen.

So utopisch dies zunächst klingt: aber der Ersatz des Bargeldes durch das elektronische Portemonaie wäre dafür Voraussetzung, welche auch Drogenkriminalität und Korruption erschweren würde.
Der breite Sektor des Tauschwesens und vor allem der freiwilligen Hilfstätigkeiten müsste unbedingt erhalten werden, damit sich die sozialen Beziehung nicht nur ums Geld drehen.
Die Arbeitszeit in den einzelnen Berufen könnte flexibel an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes angepasst werden. Der freie Arbeitskräftemarkt wäre so hergestellt und Arbeitslosigkeit vermieden. 

 

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Neue Epoche der Aufklärung

Dr. Wagner schreibt in seiner Einführung: „Biotelie muss eine neue Epoche der Aufklärung einleiten, um die Menschheit möglichst in Einigkeit aus der Krise in eine gegliederte Einheit zu führen.“ Das bringt mich auf diesen Gedanken:

Die Aufklärer John Locke und Montesquieu führten in den staatstheoretischen Schriften das Prinzip der Gewaltenteilung ein. Diese ist inzwischen Bestandteil heutiger Demokratien. Ein anderer Bestandteil ist die Korruption. Wenn alle drei Gewalten im Besitz von Parteien und diese wiederum im Besitz des Geldes sind, Geld regiert die Welt, ist Demokratie nicht zu verwirklichen. Da hilft Biotelie mit der Ablösung der Interessenpolitik durch eine Versachlichung.
Noch ein Zitat aus der Einführung: „Versprechungen und Reden allein genügen nicht, sie müssen sich auf ihren Wirklichkeitsgehalt hin messen lassen. Willige und zugleich Fähige müssen ihre Rolle als Elite wahrnehmen können. Sie bilden über ihre Tätigkeit, ihr Urteil eine Art moderner Aristokratie, strikt gebunden an die Verfassung, wirksam aber erst über direkte Demokratie, über die Abstimmung der direkt Betroffenen.“

Wegsehen oder Verdrängung der Vernunft

Zur Zeit erleben wir, wie Staaten Schwierigkeiten haben, Kredite aufzunehmen. Nicht Kredite zur Belebung der eigenen Wirtschaft, nein, nur zum Bedienen der über alle Maßen angewachsenen Zinsen auf ihre Schulden. Schulden werden mit neuen Schulden vergrößert, höhere Kredite für höhere Zinsen erforderlich.
Also ist Sparen angesagt, die Staaten ziehen sich als Auftraggeber zurück und dennoch soll die Wirtschaft wachsen.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht auch noch immer weiter auseinander.
Wissen tun das alle, aber wer und wieviele können dagegen etwas unternehmen?
Oder ist Wegsehen angesagt?

Vor drei Jahren veröffentlicht der Präsident der deutschen Marketingvereinigung Rudolf Bossle sein Buch „Wohlstand durch Wachstum ohne Weiterverschuldung“. Seine Forderung: „Es ist Aufgabe der demokratischen Staatsform, Voraussetzungen zu schaffen, dass in Verbindung mit einer neuen Wirtschaftstheorie eine völlig neue Weltwirtschaftspolitik gemacht wird.“

Vor einem Jahr veröffentlicht Angelika Zahrnt „Postwachstumsgesellschaft: Neue Konzepte für die Zukunft.“ Mit Hilfe verschiedener Autoren zeigt sie die systemischen Zwänge auf, die uns am Wachstumspfad festhalten lassen, und stellt alternative Entwicklungsmöglichkeiten für eine Gesellschaft vor, die nicht auf Wachstum angewiesen ist – für eine Gesellschaft, in der es sich auch ohne Wachstum gut leben lässt.

Frischaufgelegt und sofort ausverkauft ist das Buch „Wohlstand ohne Wachstum“ des englischen Professors für nachhaltige Entwicklung Tim Jackson. Dass es in einer endlichen Welt kein unendliches „Mehr“ geben kann, sagt er, ist eine zutiefst unbequeme Botschaft.

Was muss passieren, dass Botschaften nicht nur gehört werden, sondern dass eine ökologische und nachhaltige Politik den Anforderungen für eine lebenswerte Zukunft auch nachkommt? Biotelie weist über das Tagesgeschäft und den verengten Blickwinkel auf eine Wiederwahl mit ihren Verfahren hinaus.

Gefährlich sind sie nicht

Ich überfliege die Lokalzeitung „Berliner Woche“ aus Reinickendorf-Nordwest vom 10. November 2010. Auf Seite 1 wird unter „Gefahr für Leib und Leben?“ über die „Erste Bürgerversammlung im Bezirk: Streit um trinkende Jugendliche“ in Tegel berichtet.

Bürger hatten an den Bezirksverordnetenvorsteher geschrieben und über nächtliche Lärmbelästigungen geklagt und ihre Verängstigung bei der Rückkehr nach Hause zum Ausdruck gebracht.
Auf der Versammlung meinte einer: Das sind unsere Kinder und gefährlich sind sie nicht. Auch die Polizei habe Entwarnung signalisiert, da im Juli keine Körperverletzungen gemeldet worden seien.

Ich selbst erinnere mich aber an Suchplakate der 3. Mordkommission, da in Tegel nachts in Höhe des Reinickendorfer Nordgrabens von einer demontierten Industriegleisanlage aus Pflastersteine auf die Autobahn geschleudert wurden, die schwere Beschädigungen an Fahrzeugen hervorriefen. Es kam trotz der Fahndung zu einer Wiederholung des lebensbedrohenden Unfugs.

In den nahen Anlagen des Humboldt-Gymnasiums hängen oft betrunkene Jugendliche bei Dunkelheit herum. Der Bezirksbürgermeister meinte auf jener Versammlung, die Polizei könnte nach ihrer personellen Ausdünnung gar nicht so viel mitbekommen, und Funkwagenbesatzungen seien einer Horde Betrunkener gegenüber ziemlich machtlos.
Über Videoüberwachung wurde diskutiert. Für Respekt vor den Jugendlichen warb Straßensozialarbeiter Taner Arci. Auch Michael Schulz, einst bei den Grauen und jetzt bei der Piratenpartei, bemängelte, dass man die Jugendlichen nicht zum Gespräch eingeladen habe. Jugendstadtrat Peter Senftleben (SPD) wiederum warnte davor, einfache Lösungen für ein komplexes System zu installieren: „Man darf nicht vergessen, dass viele Jugendliche hier Alkohol trinken wollen. In einer bezirklichen Einrichtung ist dies nicht möglich“.

So geht es bereits im Kleinen los, wenn Hedonismus (oder „Glück“) zum zivilgesellschaftlichen Ideal und Ziel erklärt wird.

Willkommen zur Biotelie-Tochterseite

Sie befinden sich auf der interaktivenTochter-Webseite der BIOTELIE® – Vaterseite. Herzlich Willkommen!

Interaktiv bedeutet hier, dass Sie eingeladen sind, überall bei diesem Webauftritt zu kommentieren und dass der Autor und seine Helfer sehr bald sinnvoll darauf reagieren. Z.B. Ihre Verbesserung einbauen, Ihre Berichtigung übernehmen oder Unsinn löschen. Aber nicht, dass Sie daraufhin irgendeine E-Mail bekommen. Möchten Sie einen E-Mail-Austausch, dann schreiben Sie bitte an  „d minus berlin att biotelie punkt de“.

Tochter-Webseite heißt das hier, weil Grundlegendes und Horizonterweiterndes auf der Vaterseite Biotelie.de zu Hause ist. Die Tochter übernimmt, wie erwähnt, den Dialog mit Ihnen.

Was muss noch zur BIOTELIE® gesagt werden?
Winston Churchill meinte dazumal „Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen!“
Warum ist nicht überliefert, dass Demokratie aber gelebt werden muss, wozu die Weiterentwicklung gehört, ist Demokraten klar. Biotelie ist die Weiterentwicklung.